Unsere südniedersächsische Landschaft ist abwechslungsreich gegliedert, zum einen durch eine Landwirtschaft der bäuerlichen Familienbetriebe, zum anderen durch eine nachhaltige Forstwirtschaft mit standortgerechten Laubbäumen. Das hohe Gut des Naturschutzes muss in Einklang gebracht werden mit den berechtigten Interessen von Bauern und Forstwirten, aber auch Anglern, Freizeitsportlern und Erholungsuchenden. Große Herausforderungen ergeben sich auch durch den teils undurchdachten und gehetzten Ausbau der erneuerbaren Energien.

      

Wir setzen uns ein für:

  • Eine Energiepolitik mit Augenmaß, welche den Charakter unserer Landschaft bewahrt und Belangen des Naturschutzes ausreichend Rechnung trägt.
  • Einen Mindestabstand zwischen Wohngegenden und Windkraftanlagen, der das Zehnfache der Anlagenhöhe beträgt. Die Errichtung neuer Windkraftanlagen, die heute mehr als 200 m hoch sind, darf die unmittelbar davon betroffenen Anwohner nicht überfordern und gegen ihren mehrheitlichen Willen erfolgen.
  • Nur mit ihrem Votum kann überhaupt eine Planung erfolgen.
  • Südniedersachsen ist als Schwerpunkt und Dichtezone für den Rotmilan und viele andere geschütze Tierarten fast überall ungeeignet für Windkraftanlagen.
  • Die schlechte Windausbeute ist ebenfalls ein Grund andere Wege in der Energiepolitik zu gehen.
  • Kein Ausbau nur aufgrund lokaler Klimaschutzkonzepte. Dies hat mit der geophysikalischen Wirklichkeit nichts zu tun und schafft keinen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.
  • Klimaschutz muss national und international gedacht und gemacht werden.
  • Energiesparen kann individuell beginnen und nützt Klima und Natur.
  • Die sonst üblichen Anforderungen an den Naturschutz dürfen auch für die erneuerbaren Energien nicht einfach außer Kraft gesetzt werden, auf das Vorkommen von Rotmilan und Fledermaus müssen wir Rücksicht nehmen.
  • Der Ausbau der Stromnetze ist für das Gelingen der Energiewende von grundsätzlicher Bedeutung. Solange die für den Transport des Stroms aus erneuerbaren Quellen erforderlichen neuen Stromleitungen aber nicht installiert sind, ist der Sinn eines forcierten Ausbaus der Windkraft fragwürdig.
  • Wir erkennen den wichtigen Beitrag unserer Landwirte am Ausbau der erneuerbaren Energien an. Biogasanlagenbetreiber haben hier einen wichtigen Anteil, indem sie zuverlässig unter anderem kommunale Einrichtungen und private Haushalte mit Wärme versorgen.
  • Ein angemessener Erschwernisausgleich für land- und forstwirtschaftlich genutzte Naturschutzflächen ist notwendig und sinnvoll.